Bauchlagerung
 
Aktuelle Studien, wie auch die Aufnahme der Bauch­lagerungstherapie in die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (http://leitlinien.net/; AWMF-Reg.-Nr. 001/015), belegen den Nutzen der Bauchlagerung bei Patienten mit akutem Lungenversagen. Der Bauchlagerungstherapie kommt aufgrund eines besseren Ventilations-Perfusions-Verhältnisses, einer geringeren Atelektase-, Ödem- und Pneumoniebildung sowie einer reduzierten Mortalitätsrate eine entscheidende therapeutische Bedeutung zu [1].
 
Zurzeit werden drei verschiedene Bauchlagerungstherapien eingesetzt:
  • 135°-Lagerung oder inkomplette Bauchlagerung
  • 180° oder komplette Bauchlagerung
  • Intermittierende oder kontinuierliche laterale Rotationstherapie
Studien zeigen, dass die komplette Bauchlagerung den anderen Formen der Lagerungstherapie überlegen ist [2]. Dass sie dennoch häufig nicht eingesetzt wird, ist auf die Risiken der Bauchlagerung und des Wendemanövers zurückzuführen (Tubus- und Katheter-Verlust, Aspirationsgefahr, Druckulcera).
 
Um die lagerungsassoziierten Risiken zu reduzieren und den Aufwand der Umlagerung zu minimieren, wurde das Bauchlagerungsbett LAD2012 konstruiert.
 
 
1. Sud, S., et al., Prone ventilation reduces mortality in patients with acute respiratory failure and severe hypoxemia: systematic review and meta-analysis. Intensive Care Med, 2010. 36(4): p. 585-99.

2. Bein, T., et al., [Comparison of incomplete (135 degrees ) and complete prone position (180 degrees ) in patients with acute respiratory distress syndrome. Results of a prospective, randomised trial]. Anaesthesist, 2004. 53(11): p. 1054-60.


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